Telefon-Coaching hilft Schwerkranken und spart Kosten

Im Sport und im Arbeitsleben sind professionelle Trainer heutzutage selbstverständlich. Dass ein Coaching auch schwerkranke Menschen gesünder machen kann, zeigt eine Studie im Auftrag der TK: Mehr als 35.000 Diabetiker, Herzkranke und Bluthochdruckpatienten hat die TK über mehrere Monate telefonisch begleitet. Jetzt steht fest: „Das Gesundheits-Coaching lohnt sich. Die Patienten nehmen ihre Medikamente regelmäßiger ein, bewältigen ihre Krankheit erfolgreicher und fühlen sich deutlich besser“, sagte Katja Momberg. Die gelernte Krankenschwester und Diplom-Sportwissenschaftlerin ist eine der Coaches, die die TK-Versicherten betreuen.

Therapie per Telefon? Studien belegen, dass Gesundheitscoachings wirken.

„Durch das Coaching hat sich die Gesundheit der Patienten aller untersuchten Diagnosegruppen substanziell verbessert“, sagt Studienleiterin Professor Dr. Babette Renneberg von der Freien Universität Berlin. Das Coaching motiviert die Patienten dazu, ihr Leben gesünder zu gestalten. Sie bekommen eine Anleitung, wie sie die Veränderungen konkret angehen und auch durchhalten können. „Damit wächst der Mut, sich selbst zu helfen“, so Renneberg. Auch Katja Momberg ist überzeugt: „Es ist für alle Beteiligten ein guter Weg – neben der ärztlichen und medikamentösen Therapie – auf die Selbstwirksamkeit der Patienten zu setzen.“ Dies gelte natürlich schon bei der Vermeidung von Krankheiten, aber – wie das telefonische GesundheitsCoaching zeige – auch für Menschen, die bereits schwer erkrankt sind.

Ein weiteres Ergebnis: Die Teilnehmer müssen im Vergleich zur Kontrollgruppe seltener ins Krankenhaus. Das erspart den Betroffenen unnötiges Leid und der Versichertengemeinschaft viel Geld – damit rechnet sich das Coaching unterm Strich sogar.