TKlerin kämpft für Menschenrechte auf den Philippinen

Ein freies Leben, ohne Angst und Unterdrückung – nicht überall auf der Welt ist all das so selbstverständlich wie für die Menschen in Deutschland. Wer seine Meinung sagt oder öffentlich Missstände anprangert, riskiert anderswo mitunter sein Leben. Zum Beispiel auf den Philippinen, wo die TKlerin Dr. Anne Lanfer dafür kämpft, dass Menschenrechte nicht mit Füßen getreten werden.

Ehrenamtlich unterwegs in Konfliktregionen

„Auf den Philippinen gehören politische Auftragsmorde und Entführungen zum Alltag. Als Menschenrechtsbeobachter wollen wir die Bevölkerung vor solchen Gefahren schützen“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin. Vor acht Jahren hat sie deshalb zusammen mit zwei Freunden die Organisation „International Peace Observers Network“ (IPON) gegründet, die Freiwillige in Konfliktregionen des südostasiatischen Inselstaats entsendet. Diese machen sich vor Ort gegen Menschenrechtsverletzungen stark, begleiten gefährdete Personen, dokumentieren Fälle und sprechen mit Polizei und Politik. „Durch unsere Präsenz erhöhen wir die Hemmschwelle für Gewaltübergriffe und ermöglichen so einheimischen Menschenrechtsaktivisten, sich weiterhin zu engagieren“, so Lanfer. Die 33-Jährige weiß, wovon sie spricht. 2005 war sie selbst auf den Philippinen und hat Fälle von Menschenrechtsverletzungen beobachtet und festgehalten – so wurde auch die Idee für IPON geboren. Seitdem haben insgesamt 80 Freiwillige diese Arbeit fortgesetzt.

Lanfer selbst ist inzwischen als Datenanalystin bei der TK tätig – die Wochenenden widmet sie jedoch ganz ihrer Netzwerkarbeit. Von Hamburg aus sammelt sie Spenden und koordiniert zusammen mit 20 Mitstreitern die Beobachterteams und die zwei Projektbüros auf den Philippinen. Zusätzlich bildet sie den IPON-Nachwuchs aus. Eigentlich könnte es immer so weitergehen. Doch ab August rückt erst einmal etwas anderes an erste Stelle: Die Hamburgerin erwartet ein Baby. Lanfer: „Ich werde natürlich trotzdem weitermachen. Die Menschenrechtsaktivisten auf den Philippinen brauchen unsere Unterstützung.“

Dr. Anne Lanfer über ihre Arbeit als Menschenrechtsbeobachterin auf den Philippinen.

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