Vom Telefonie-Cockpit ans Krankenbett: So ist eine TKlerin für kranke Menschen da

Es gibt Ereignisse im Leben, die berühren einen so sehr, dass sie dem eigenen Leben eine neue Richtung geben. Für die TKlerin Bettina Boos war solch ein Moment, als sie von ihrer Freundin Natalie nach deren Brustkrebsdiagnose zum ersten Mal von den Grünen Damen hörte. Diese Frauen kümmern sich in vielen Kliniken ehrenamtlich um Patienten: leisten ihnen Gesellschaft, lesen ihnen vor oder hören ihnen auch einfach nur zu. „Genau das will ich auch machen“, fasste die gebürtige Pfälzerin damals den Entschluss.

Im grünen Kittel Hoffnung geben

Das war 2012. Heute schlüpft Bettina Boos selbst jedes Wochenende in den grünen Kittel, der den guten Seelen ihren Namen gibt. Im Israelitischen Krankenhaus in Hamburg betreut sie zwei Stationen; mehr als 100 Patienten hat sie seitdem schon den langen Krankenhausalltag verkürzt. „Wer mir signalisiert, dass ich bleiben soll, bei dem bleibe ich auch. Und dann reden wir: über das Leben, Ängste, Träume und darüber, warum die Menschen hier sind“, erzählt die 44-Jährige.

Eine Aufgabe, die glücklich macht

Die gemeinsame Zeit, der Austausch – die Patienten schöpfen daraus Kraft und Hoffnung. Doch auch die TKlerin zehrt von den Begegnungen: „Was mich immer wieder beeindruckt, sind der Mut und die Zuversicht, den die bisweilen schwerkranken Menschen haben. Davor ziehe ich meinen Hut“, so Boos. Für die Grüne Dame, die hauptberuflich im Telefonie-Cockpit der TK die Kundenanrufe steuert, kann es kein schöneres Ehrenamt geben. Ihr persönliches Fazit: „Die Freude und Dankbarkeit der Patienten geben mir unheimlich viel. Wenn ich nach meinem Dienst aus dem grünen Kittel schlüpfe und nach Hause radele, bin ich glücklich.“

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