„Pulsus: 10 Jahre Helden und ihre Geschichten.“

TK und Bild am Sonntag ehren Menschen, die ihr Schicksal meistern.

Zehn Jahre „pulsus“ – zehn Jahre Helden und Geschichten, die Mut machen: Im Juni 2014 haben die TK und die Bild am Sonntag den gemeinsamen Gesundheitspreis zum zehnten Mal verliehen und mit dem Award erneut Initiativen ausgezeichnet, die sich für eine gute Sache stark machen, und Menschen geehrt, die im Verborgenen ihr eigenes Schicksal bewältigen – wie Robert Kronekker.

„Der Award hat mich gestärkt in einer Phase, in der mein Weltbild erschüttert und ich voller Selbstzweifel war“, erinnert sich der 29-jährige Robert Kronekker, dessen Traum von einer Karriere als Basketball-Profi zerplatzte, als die Ärzte bei ihm in jungen Jahren Lymphdrüsenkrebs im Endstadium feststellten. Der „Kämpfer des Jahres 2008“ besiegte den Krebs und entschied: „Dann bringe ich eben Kindern das Basketballspielen bei.“ Doch es kam anders: Heute hat der Kölner, der mittlerweile Ernährungswissenschaften studiert hat, gemeinsam mit einem Freund eine eigene Firma gegründet und bringt besondere, selbst entwickelte Müsli-Riegel auf den Markt – einen gesunden Snack für die Hosentasche. Damit steht Kronekker wieder mit beiden Beinen im Leben.

Von der Mutter zur Agentur-Chefin

Auch die „Kämpferin des Jahres 2006“ Sabine Schnau hat sich von ihrem Familienschicksal nicht unterkriegen lassen. Die Hamburgerin hat ihre zwei schwerkranken Söhne stets gefördert und gefordert, soweit sie konnte. Die Jungen leiden an NCL, einer Erkrankung, bei der die Betroffenen frühzeitig körperlich und kognitiv abbauen. Für die Brüder, die schon als Kinder erblindeten, sollte ihre kurze Lebenszeit so schön wie möglich sein. Denn die Diagnose der Ärzte hatte prophezeit, dass die Jungen ihren 30. Geburtstag wohl nicht mehr feiern könnten.

Heute geht es Jan-Hendrik (heute 19) und André (heute 25) den Umständen entsprechend gut: André lebt bereits seit längerem in einer Wohngruppe, Jan-Hendrik wird nun auch ausziehen. Er arbeitet in der Elbe-Werkstatt, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Sabine Schnau hat dadurch Raum für eigene Projekte gewonnen: Seit längerem engagiert sie sich für die NCL-Forschung und hat bis heute etwa 150.000 Euro an Spendengeldern eingeworben. Um ihr Know-how im Umgang mit „Menschen mit Handicap“ auch an andere weiterzugeben, hat sie sich vor einem Jahr mit einer Beratungsagentur selbstständig gemacht. „Ich weiß aus eigener Erfahrung: Es gibt niemanden, der einen in solch einer Situation an die Hand nimmt. Das will ich mit meiner Agentur ändern“, sagt die 49-Jährige.

Lebensretterin des Jahres 2014

Zu den Preisträgern im pulsus-Jubiläumsjahr 2014 gehört die Schülerin Kea Maleen aus Hennef. Wer die 17-Jährige und Nic (14) miteinander rumalbern sieht, ahnt nicht, welch dramatische Situation die beiden Teenager verbindet. Nic, der mit einem Herzfehler zur Welt gekommen ist, fällt beim Fußballspielen in der Schulpause plötzlich um, Atmung und Puls setzen aus. Schulsanitäterin Kea Maleen reagiert blitzschnell, leistet Erste Hilfe – und rettet ihm das Leben. „Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich ihr dafür bin“, sagt Nics Mutter Anne Lewandrowski.

Ob Lebensretter, Innovation oder Arzt des Jahres: „In zehn Jahren pulsus haben wir mehr als 60 faszinierende Preisträger kennengelernt und geehrt – eine Bilanz, auf die wir stolz sind“, so Britta Surholt aus der TK-Redaktion.

Lebensretter des Jahres 2013: Wie zwei Teenager das Leben eines Jungen retteten.