„Welcome to Germany“ – TK engagiert sich für eine neue Willkommenskultur

Deutschland – Einwanderungsland! Immer mehr Facharbeiter aus Europa und der ganzen Welt kommen zum Arbeiten nach Deutschland – und werden von den Unternehmen hierzulande nicht nur mit offenen Armen empfangen, sondern oft sogar händeringend gesucht. Doch ob Sprachbarrieren oder der berühmte „Kulturschock“ – der Start ist nicht immer leicht.

Sprache ist die größte Hürde

Gemeinsam mit der „Witten School of Management“ hat die TK hundert Unternehmen in Deutschland befragt, die zusammen mehr als 13.000 ausländische Fachkräfte beschäftigen. Als größte Hürden für eine reibungslose Integration nannten die Unternehmen: sprachliche Hürden (67 Prozent), bürokratische Hemmnisse (58 Prozent), die Suche nach einer passenden Unterkunft (53 Prozent) sowie Fragen des Bleibe- und Arbeitsrechts (52 Prozent).

Herausforderungen gibt es also viele: „Willkommenskultur – das steht für mich für den Gedanken, dass Integration nicht allein eine Leistung der Einwanderer ist. Sie ist vielmehr eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, auch der Unternehmen“, sagt Nils Berg, der die Initiative zur Willkommenskultur bei der TK betreut. Und er ist überzeugt: „Da sind dann auch wir Krankenkassen gefragt“, so Berg. Denn gerade das Thema Sozialversicherung ist für viele Menschen aus anderen Ländern ein Buch mit sieben Siegeln.

Hilfe für Jobmigranten und Unternehmen

Nils Berg sieht die TK dabei in einer Doppelrolle: Zum einen gelte es, den Jobmigranten selbst zur Seite zu stehen, um ihnen den Einstieg so einfach wie möglich zu machen. Dabei helfen zum Beispiel eine Telefonhotline, Broschüren und Anträge auf Englisch und der „Welcome-Guide“ – ein Ordner mit allen wichtigen Infos, nicht nur zur Krankenversicherung, sondern etwa auch zu Feiertagen und Bräuchen oder alltäglichen Dingen wie der typisch deutschen Mülltrennung.

Zum anderen unterstützt die TK die Unternehmen bei der Integration der neuen Mitarbeiter aus dem Ausland. „Sie sind meist die erste Anlaufstelle für die Neuankömmlinge“, so Berg. Auch hier hilft die TK mit einem Beratungsservice rund um Fragen der Sozialversicherung und Gesundheitsprävention oder mit einem Online-Seminar zur Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter.

Doch mit den Fragen rund um die Sozialversicherung ist es nicht getan. Vielmehr gehe es auch um die soziale Integration der neuen Kollegen im Unternehmen, ist Berg überzeugt: „Natürlich hilft es, wenn sich der neue Mitarbeiter aktiv integriert, aber genauso sind die Geschäftsführung und die deutschen Kollegen gefragt“, so der 40-Jährige. So können zum Beispiel interkulturelle Seminare – die die TK ebenfalls anbietet – dabei helfen, Missverständnisse auf beiden Seiten von Anfang an zu vermeiden. Außerdem kann die TK hier mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement unterstützen.

Aus Curaçao zum „König der Löwen“ nach Hamburg

Danny Yanga sah sich neben der fremden Sprache auch mit einem völlig anderen Gesundheitssystem konfrontiert, als er 2010 nach Deutschland kam. Der Curaçaoer spielt den Simba im Musical „Der König der Löwen“ in Hamburg. Eine Krankenversicherung zu finden, war eine der ersten Herausforderungen in seiner neuen Heimat. „Zusammen mit dem Künstlerischen Betriebsbüro des Musicals haben wir bei der TK gleich jemanden an die Strippe bekommen, der Englisch spricht, das hat mir den Anfang leicht gemacht. Toll!“, so Danny Yanga.