„Die TK versteht sich als gestaltendes Unternehmen.“

TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas im Video-Gespräch.

Herr Dr. Baas, die TK ist 2013 die größte Krankenkasse in Deutschland geworden. Was machen Sie besser als die Konkurrenz?

Baas: Zum einen ist es unser Selbstverständnis, dass wir Kunden haben und dass wir uns um sie kümmern. Zweitens: das Thema Service. Wir arbeiten permanent daran, unseren Kunden den bestmöglichen Service anzubieten. Und drittens ist es unsere Leistungsfähigkeit: Die Kernleistungen und unsere zusätzlichen Leistungen wie Sportmedizin oder alternative Arzneimittel – und wie großzügig wir auch einmal im Gewähren von Leistungen sind. Das alles zu einem vernünftigen Preis macht ein Paket aus, das am Markt durchaus die beste Krankenkasse darstellt.

Sie haben sich immer wieder für mehr Wettbewerb ausgesprochen. Jetzt erhalten die Kassen wieder mehr Beitragsautonomie. Wie zufrieden macht Sie das?

Baas: Es ist gut, dass wir unseren Beitragssatz wieder selbst festlegen können. Aber: Der Wettbewerb darf nicht nur über den Preis stattfinden. Ich rate jedem Kunden, immer die Kombination aus Preis und Leistung genau abzuwägen. Man sollte nicht das Billigste kaufen, auch nicht das Teuerste, sondern das Leistungsfähigste. Und ich bin sehr optimistisch, dass im nächsten wie im letzten Jahr wieder neue 400.000 Kunden sagen werden: In dieser Abwägung ist die TK die richtige Krankenkasse für mich.

Auch die Mitarbeiter der TK scheinen sehr zufrieden. Was macht sie denn als Arbeitgeber so attraktiv?

Baas: Zunächst einmal sind wir TKler stolz auf den Arbeitgeber TK, da schließe ich mich auch gerne mit ein. Denn wir arbeiten an einer sinnvollen Sache: der Gesundheit der Menschen. Zum Zweiten ist es so, dass wir uns nicht als verwaltendes, sondern als gestaltendes Unternehmen verstehen. Das macht die Arbeit natürlich viel spannender. Und drittens ist es die Art, wie wir als Arbeitgeber mit unseren Mitarbeitern umgehen. Wir fördern sie sehr stark – fordern sie aber auch. Wir wollen, dass sie Leistung bringen, schaffen aber auch die Rahmenbedingungen, in denen sie dies können. Ich glaube diese Kombination ist etwas, das unsere Mitarbeiter als positiv empfinden.

Fördern und fordern: Wenn wir das auf die TK an sich beziehen und in die Zukunft schauen – was sind die konkreten Ziele?

Baas: Das ist in der Tat ein Motto, das wir auf unsere Versicherten ausdehnen können. Jeder hat eine gewisse Eigenverantwortung für seine Gesundheit – auch da fördern wir also nicht nur, sondern fordern auch etwas von ihnen.

Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es natürlich, weiter zu wachsen. Damit wir weiter wachsen, müssen der Preis und die Leistung stimmen. So überlegen wir uns ständig, bei welchen Leistungen wir uns noch verbessern können. Und wir schauen, wo der Service noch verbesserungsfähig ist. Wir wollen erreichen, dass unsere Kunden sagen: Die TK ist mein Interessenvertreter. Das ist nicht irgendein Unternehmen – die TK ist für mich da und ich bin eher Mitglied in einer Gemeinschaft, als dass ich Versicherter in einer Krankenkasse bin.

Im O-Ton: Das Interview mit Dr. Jens Baas in voller Länge.